Aktuelles

 

27.07.2017

Für die Königspythons habe ich zwei Holz-terrarien zu einem großen verbunden.


 27.07.2017

Die Chinesischen Rotbauchunken haben ein größeres Terrarium mit großem Wasserteil bekommen.

 


 

Die Entstehung des Vivariums

Aller Anfang ist schwer und beginnt meistens mit wenigen Dingen. Wie so oft gab es bei uns zuerst nur den Vorberei-tungsraum der Biologie. Hier gesellten sich Australische Gespenstheuschrecken in direkter Nachbarschaft zur Kleinen Teufelblume und Futter-Heimchen. Aufgrund der wahnsinnigen Vermehrung der Gespenstheuschrecken musste ein größeres Terrarium ran, was sich glücklicherweise noch in meinem Besitz befand. Trotz der deutlich größeren Behausung konnte auf eine regelmäßige Bestandsregulation jedoch nicht verzichtet werden. Mittlerweile sorgen Bartagamen (Pogona vitticeps) für die Regulation unserer r-Strategen.

 

Anschließend konnte ich nach meinem Wechsel vom GSG Osnabrück zum Gymnasium Oesede in Georgsmarienhütte einen eigenen kleinen Raum bekommen, in dem das Vivarium expandieren konnte. Da in der damaligen Situation das Vivarium ehrenamtlich von mir aufgebaut, betreut und finanziert wurde, habe ich das als eine räumliche Verlagerung des privaten Hobbys angesehen. In wie weit sich das Vivarium entwickeln konnte, zeigt der weitere Verlauf. Aber in Zeiten von 30 Schülern pro Klasse und stetigen Kürzungen im Rahmen der wenigen frei verfügbaren Stunden, wird wohl der Bereich für solche "Extra-Angebote" an den meistens Schulen leider immer weiter schwinden; ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren ;-)

 

Nachdem klar war, das Bartagamen bei uns nicht fehlen dürfen, musste mein ehemaliges Becken für meine Spitzkopfnatter (Gonyosoma oxycephala) wieder aufgebaut werden. Aufgrund der Maße 125*80*150 bedurfte der Raum eines erneuten Umstellens. Nachdem das Grundgerüst stand, wurden die Äste eingesetzt und gut verschraubt sowie eine Plastikwanne in den Sand integriert, damit die relative Luftfeuchtigkeit in der darüber befindlichen Steinhöhle immer bei 70-80% liegt. Der Spotstrahler schafft gut 50°C, so dass sich die Racker gut aufwärmen können und ein Temperaturgefälle zwischen 26 und 53°C vorliegt. Sobald die Tiere das neue Zuhause in Augenschein genommen hatten, wurde alles genauestens untersucht und schnellstens nach Futter gesucht. Entgegen des eigentlichen Vorgehens, habe ich noch am gleichen Tag Steppengrillen der Größe 8 in das Becken gegeben, die sofort hektisch bejagt wurden. Die Beleuchtung ist dabei zwar in Ordnung, aber zur Erhöhung der UV-Anteile möchte ich gerne eine Bright Sun UV Desert 70W Lampe anbringen. Die bringt sehr viel Licht, einen super UV-Anteil und Wärme bei deutlich weniger Stromverbrauch und UV-Verlust binnen eines Jahres. Leider ist sie mir derzeit privat zu teuer. Gibt es vielleicht Sponsoren? Ja, LuckyReptile (Import Hoch GmbH) hat eine gespendet!!!!!! Mittlerweile liegt direkt unter dem Heizstrahler, von denen es nun zwei gut, ein Querast, so dass die Tiere sich besser erwärmen können.Außerdem sind alle Strahler durch Metallkörbe gesichert.

 

Wie man auf den beiden Photos rechts sehen kann, ist aus

einem ausrangierten Regal des alten Lehrerzimmers "schnell" ein Terrarienschrank geworden. Die Frontblenden sind ehemalige Einschubböden, die mir die Tisch-ler während der Renovierungs-arbeiten kurz passend gesägt haben. Nun noch mit einem runden Bohreraufsatz Löcher gemacht und passende Lüftungsgitter aus dem Baumarkt eingesetzt. Nach dem Einkleben der Profilleisten können die Scheiben eingesetzt werden und fertig sind vier neue Terrarien.Wenn die Scheiben nicht eng an der Seite abschlie-ßen, empfiehlt es sich, auch an den Seiten Profilleisten einzukle-ben. Dann schließen die Scheiben sauber und es kann niemand entwischen. Unsere Scheiben waren leider 2mm zu hoch. Damit sie dennoch eingebaut werden können, schraubte ich die untere Leiste wieder ab, setze die Scheiben in die Profilleisten ein und schiebe die untere Leiste mit den eingesetzten Scheiben wieder in Position. Anschließen werden durch die geöffneten Scheiben die Schrauben erneut eingeschraubt und alles passt. Am Besten macht man dies zu zweit, damit die Scheiben beim Einsetzen nicht aus den Profilen rutschen. Kleine aufgeklebte Kunststoffleisten verstecken anschließend die Schienen für die Regalhalter und außerdem können sich kleinere Larven nicht darin verstecken.

Ein abschließendes Ausfüllen der inneren Kanten mit Silikon verhindert ein ungewolltes Entweichen sehr kleiner Tiere und außerdem verhindert man das schnelle Hindurchtreten von Flüssigkeiten oder Bodensubstraten. Die Becken sind mittlerweile z.T. noch durch eine Kunststoffscheibe (Künstlerglas) getrennt, da die Mantiden die Höhe, jedoch nicht die Breite benötigten.

Das Vivarium in seinem derzeitigen Aussehen (Stand: Oktober 2013) ist schon deutlich professioneller, zumal die Stromleitungen durch Kabelkanäle verbessert wurden, eine eigener Stromkreis für mehr Sicherheit sorgt und die Steckdosen direkt über eine große Zeitschaltuhr geregelt werden (Dauer- / Zeitbetrieb). Auch die aus einer Espressopumpe sowie Hochdruckschläuchen auf dem KFZ-Bereich gebaute Beregnungsanlage funktioniert autonom und sorgt für ein regelmäßiges Klima bei den Pythons und Pfeilgiftfröschen. Als Wasser verwenden wir nur Regenwasser, so dass Kalkablagerungen deutlich verringert werden (weniger putzen!) und ein 30l-Tank das Auffüllen der Anlage nur selten nötig macht.

 

Bilder folgen!

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