{"id":30,"date":"2020-03-24T10:56:26","date_gmt":"2020-03-24T10:56:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vivarium-oesede.de\/?page_id=30"},"modified":"2020-03-24T12:05:40","modified_gmt":"2020-03-24T12:05:40","slug":"unterricht","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/vivarium-oesede.de\/?page_id=30","title":{"rendered":"Unterricht"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterricht<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Tiere werden bei\nuns zunehmend im Unterricht integriert und thematisch im Lehrplan verankert.\nDies kann direkt fachbezogen erfolgen oder auch auf einer sensibilisierenden\nEbene als kurze Pause im Unterricht erfolgen. Da wir&nbsp;an unserer Schule (fast)\nnur in&nbsp;&nbsp;Doppelstunden unterrichten, bietet sich die letzte\nM\u00f6glichkeit als kurzer Energizer an. Dar\u00fcber\nhinaus ist eine Sensibilisierung bzgl. m\u00f6glicher affektiver Lernziele sehr\nwichtig. Die Sch\u00fcler haben zunehmend weniger Erfahrungen mit lebenden Tiere.\nDies betrifft v.a.&nbsp;auch Reptilien und konkret Schlangen. \u00c4ngste und\nVerunsicherungen sind oftmals schnell vergessen, sobald der direkte\nK\u00f6rperkontakt hergestellt und die tats\u00e4chliche Prim\u00e4r-erfahrung gemacht wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">AG<\/h2>\n\n\n\n<p>Die meiste Arbeit wird im Rahmen unserer AG\nerledigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle\nTeilnehmer erledigen alle Aufgaben, so dass mit der Zeit jeder mit s\u00e4mtlichen\nTieren und den damit verbundenen Verpflichtungen vertraut ist. Die zu\nerledigenden Aufgaben reichen dabei vom Entfernen von Kot, dem Sammeln von\nInsekteneiern, dem Vitaminisieren der Heimchen und Grillen bis hin zum\nSchneiden von Liguster und Brombeere. Soviel zur Idee&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;allerdings\nzeigen sich insgesamt&nbsp;deutliche Interessenschwerpunkte bei den einzelnen\nTeilnehmerinnen und Teilnehmern ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eier, die unsere Insekten st\u00e4ndig produzieren, m\u00fcssen\nnat\u00fcrlich aus dem Bodensubstrat und dem Kot heraussortiert werden. Mit einer\nFederstahl-pinzette kann &nbsp;man die Eier gut packen ohne die Gefahr des\nZerbrechens aus dem Terrarium entfernen. Im Bild rechts oben&nbsp;s\u00e4ubert Hanna\ndas Aufzucht-becken der Austr. Gespenstschrecken. Dazu werden beim\nHerausschneiden der kahlgefressenen Brombeerbl\u00e4tter alle Jungtiere entfernt und\nanschlie\u00dfend der Boden ges\u00e4ubert und neues Trockentuch ausgelegt. Die\nVerwendung von ansprechenden naturbelassenen Substraten hat sich nicht bew\u00e4hrt,\nda das S\u00e4ubern dadurch deutlich schwieriger wird.&nbsp;Die heraussortierten\nJungtiere verbringen die Putzaktion in ehemaligen &#8222;Lollydosen&#8220;, in\nderen Deckel eine gro\u00dfe \u00d6ffnung hereingeschnitten und anschlie\u00dfend mit Gaze\nwieder geschlossen wurde. Damit die Kleinen nicht entweichen, s\u00e4ubert immer\neine Person und eine oder zwei weitere fangen die fliehenden Jungtiere bzw.\npfl\u00fccken diese von den herausgeschnittenen \u00c4sten ab.&nbsp;Da die erwach-senen\nTiere mehr fressen und folglich mehr Kot abgeben, halten wir sie zur\nArbeitserleichterung von den Jungtieren getrennt. Aufgrund der h\u00fcbschen F\u00e4rbung\nsind die Eier zwischen dem gro\u00dfen Kot meistens sehr gut zu erkennen.\nSchwieriger ist dies bei den Eiern der Wandelnden Bl\u00e4tter, da diese dem Kot\nstark \u00e4hneln. Nina sammelt diese im Bild rechts unten ein und hat dazu zuvor\ns\u00e4mtliche Tiere aus dem Terrarium entfernt. Eine solche Generalreinigung der\nTerrarien ist alle paar Monate n\u00f6tig. Das Einsammeln der Eier erfolgt\nallerdings stets zwischendurch, damit ihnen schnell ein g\u00fcnstiges Klima mit\ngen\u00fcgend W\u00e4rme und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit zur Verf\u00fcgung gestellt\nwerden kann. Die Eier der Annam-Stabschrecken werden nicht entfernt, denn sie\nsind so klein, dass es zum einen sehr m\u00fchselig ist und zum anderen aufgrund der\ngro\u00dfen&nbsp;Eianzahl sowie&nbsp;hohen Schlupfquote keine Notwendigkeit besteht\ndies zu optimieren. Hier ist eher das Gegenteil der Fall, denn beim Austauschen\ndes gesamten Bodengrundes wird dieser zwei Mal f\u00fcr mehrere Wochen eingefroren,\num alle Larven abzut\u00f6ten und damit den Bestand zu regulieren sowie&nbsp;ein\nEntweichen in die freie Natur zu verhindern.&nbsp;Zwar ist unser Winter f\u00fcr\nalle unsere gepflegten Insekten zu hart und die n\u00e4chste Futterquelle zu weit\nentfernt, aber niemand sollte hier ein Risiko eingehen. Dies\nverbietet&nbsp;sich zum einen \u00fcber rechtliche Vorgaben und zum anderen aufgrund\nder Verantwortung, die wir alle f\u00fcr unsere Umwelt und letztendlich auch f\u00fcr\njedes unserer Tiere tragen. Die Geschichte hat leider mehrfach gezeit, dass ein\nEingriff in das \u00f6kologische Gef\u00fcge unserer Natur&nbsp;durch die Einf\u00fchrung von\nNeobioten nicht kontrollierbar ist und ein Entfernen dieser Immigranten\nmeistens nicht mehr m\u00f6glich ist. Als Auswahl der \u00fcber 1150 aktuellen Arten sind\nals Beispiele f\u00fcr Deutschland der Waschb\u00e4r, die Aga-Kr\u00f6te, der Halsbandsittich,\ndie Brautente, der Marderhund, der Bisam, der Amerikanische Nerz, &nbsp;die\nWanderratte, die Chinesische Wollhandkrabbe, &nbsp;die Wasserpest, der\nEurop\u00e4ische (!) Sauerklee, die Herkulesstaude&nbsp;oder die bei St\u00e4dteplanern\nbeliebte Robinie zu nennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterricht Die Tiere werden bei uns zunehmend im Unterricht integriert und thematisch im Lehrplan verankert. Dies kann direkt fachbezogen erfolgen oder auch auf einer sensibilisierenden Ebene als kurze Pause im Unterricht erfolgen. Da wir&nbsp;an unserer Schule (fast) nur in&nbsp;&nbsp;Doppelstunden unterrichten, bietet sich die letzte M\u00f6glichkeit als kurzer Energizer an. 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